Termin Details


Exklusiv in Stuttgart

Termin: 24. & 25. März 2018

TERMINÄNDERUNG: Der Workshop wird NUR AM SAMSTAG, den 24.03. stattfinden!

Dieser Workshop ist für alle Level und Anhänger jeglicher Yogastile geeignet.

Die Teilnehmer/Innen erfahren neues Körperwissen, welches den Radius ihrer jeweiligen Bewegungsweise im Yoga wie im Alltag nachhaltig erweitert und fördert.

THE BOWSPRING PRACTICE – FASZIENYOGA: POSTTRADITIONELL, EXPANSIV, HOCHSENSITIV & INSPIRIEREND – EINFACH NEU!

Bowspring ist das erste, echte Faszienyoga und stellt somit eine wichtige Erweiterung und Neudeutung der klassischen Ausführung von Yoga dar. Die meisten, die es praktizieren, wollen nicht mehr davon lassen. Was ist so anders an dieser Methode?

Bowspring wurde im Jahr 2013 von Desire Springer (Denver, Colorado) proklamiert. Ein langer Weg durch die klassischen Yogastile ging der Neugründung voraus. Man muss wissen, dass Desi von Kindheit an eine sehr geschwungene Wirbelsäule zu eigen ist. Das Gesäß ist ziemlich exaltiert, der untere Teil der Wirbelsäule stark konkav. Es brauchte viel Zeit in ihr zu erkennen, dass diese kurvige Naturanlage ihrer Körpers nicht nur eine Problem darstellt, sondern, im Gegenteil, sogar eine Möglichkeit ist, den Körper und das Leben in seiner Dynamik und Bewegtheit zu ergreifen und zu erforschen. Was nach westlicher Ansicht als Hohlkreuz verdammt wurde und auch in Indien, aus anderer Perspektive, wenig Ansehen genoss, kommt im Bowspring zur vollen Affirmation: Die Kurven unseres Körpers, die geschwungene Wirbelsäule, die das Kleinkind bald nach seiner Geburt entwickelt, um sich aufzurichten, diese Kurvizität spielt in der Art und Weise unseres Bewegens und unserer Selbstwahrnehmung eine entschiedene und besondere Rolle. Desi untersuchte die Körperformen von präzivilisierten und nativen Völkern in Afrika, Asien und Lateinamerika, um festzustellen, dass dort die C-Kurve des Rückens nicht, wie bei uns tisch- und stuhlorientierten Westlern, die vorherrschende Körperhaltung ausmacht. Und auch im Tierreich wurde man fündig, in der Weise von Sprung und Lauf der Wildkatzen, die nur innerhalb ihres curvy alignments zu schneller und starker Fortbewegung in der Lage sind. Aber auch viele athletische Sportarten (Basketball, Gewichtheben) ließen Rückschlüsse auf die gesundheitliche Nachhaltigkeit und das dynamische Potential einer bewegten, mehrfach gewundenen Wirbelsäule zu.

So zeichnet sich der Bowspring als ein federndes, Leichtigkeit evozierendes und Sprungkraft vermittelndes System aus. Gerade auch deshalb, weil mit der Bejahung der Kurven ein zweiter Aspekt für die Entwicklung des neuen Yogastiles bedeutsam wurde: Die Bewegung kommt nicht nur aus den Knochen, sondern vor allem aus dem Gewebe, welches die Knochen in einen komplexen Zusammenhang einbindet. Die Faszienwissenschaft ist von der Einsicht geprägt, dass es nicht die Knochen sind, die unser Körpersystem aufrecht erhalten, sondern das Bindegewebe in seinen vielfältigen Ausprägungen mitsamt Muskeln, Sehnen, Bändern und eben elastischen, flächigen wie mehrdimensionalen, weißen Fasziennetzen. Die Knochen schwimmen eher in diesem wässrigen Milieu, als dass sie für sich allein genommen ihre Aufgaben bewältigen könnten. Diese neuesten Erkenntnisse aufnehmend, musste die daran anschließende Bewegungspraxis sich zwangsläufig von der klassichen Yogapraxis unterscheiden. Bowspring ist weich, pulsierend, intuitiv, kreativ, auslotend, verbindend, großräumig, kraftvoll.

Bowspring legt wert auf das bewusste Wahrnehmen dessen, was innen qua Bewegung geschieht. Nicht so sehr ist eine äußere Form (Asana) gesucht, die es nachzubilden und anzuhalten gilt. Vielmehr sei die Bewegung mäandernd und suchend unterwegs nach ihrer ganzheitlichen Ausprägung. Immer ist der ganze Körper im Blick mit all seinen Qualitäten, die erkannt und benutzt werden wollen. Eine Taille ist schmaler als ein Brustkorb, der Gesäßmuskel kraftvoller ausgeprägt und deutlich sichtbar gegenüber Bein und Rücken. Der Nacken hat konkave Wölbung, aber auch Füße und Hände sind keine planen, glatten Formen, sondern in sich mehrfach gewölbt und geformt (Ballen, Tunnel, Täler) – und dies eben nicht ohne Sinn für die Bewegungspraxis.

Bowspring ist nicht nur ein Therapeutikum für den westlichen von einseitiger Lebens- und Arbeitspraxis geschundenen Körper. Auch spirituell gesehen erfährt der Praktizierende tiefgreifende Eröffnungen des Geistes hinsichtlich einer allseitigen Wahrnehmung seiner Existenz, bis hin zur Transzendierung der körperlichen Welt. Den Körperkosmos bis in kleinste Details ausgelotet und in Beziehungen gesetzt und erlebt, wird es leicht, den Sprung zu meistern in eine freiheitlich liebevolle sinnlich-übersinnliche Erfahrung des ganz großen Zusammenhangs, für den die Kulturen der Welt die verschiedensten Begriffe geprägt haben (Gott, das Ganze, Ewigkeit, Universum, Kosmos, Alleinheit, Advaita etc.). Bowspring verbindet eine engagierte Körperpraxis mit feinstofflicher, metaphyischer Erfahrungsgabe.

Gemeinsam mit Desi Springer erarbeitet John Friend (Gründer und ehemaliger Leiter von Anusara Yoga) die technischen Raffinessen des Bowsprings und unterstützt Desi bei der Erarbeitung eines in sich stimmigen Gesamtsystems. Beide durchreisen jährlich die Welt, um auf Workshops und Intensivwochen die Methode zu verbreiten. Bastian Schlickeisen (Berlin) verfolgt die Entwicklung von Beginn an und vertritt den Stil für Deutschland, in seinem Studio in Berlin sowie auf zahlreichen Workshops.

www.bowspringberlin.com

 

In vier Klassen nähern wir uns der Methode des Bowsprings an.

24.3.2018

10:00 – 12:00 Uhr Radiant Heart: Das erste Grundprinzip des Bowsprings. Wie der Atem den Brustraum allseitig füllt und so leicht über der Taille schweben lässt. Wie die Taille schmaler wird, in der Form einer Spule. Wie die Arme aus dem Rücken wie Flügel hinaus öffnen. Funktion der Hände.

14:00 -16:00 Uhr Root & Rise: Ein weiteres Grundprinzip des Bowsprings. Der Körper pulsiert zwischen Erde und Himmel. Wir lernen, neue, d.h. bislang unterbeleuchtete Körperregionen in Betracht zu nehmen und unser Körperwissen zu erweitern.

 

 

25.3.2018

10:00 – 12:00 Uhr Wir vertiefen das Gelernte durch immer neue überraschende Bewegungssequenzen, die unser Fasziennetzwerk in Aktion versetzen. Sitzend, stehend, springend und in der Umkehr. Die springenden und hüpfenden Elemente regen den Lymphfluss an und entschlacken den Körper. Serotonine werden ausgeschüttet; im Engagement der Körperarbeit entwickelt sich Glück und Freiheit.

14:00 – 16:00 Uhr Wir vermitteln zwischen Yang und Yin. Bowspring sucht danach, beide Lebensqualitäten in Einem Moment zu erfahren. So kannst du an deinem eigenen Körper jederzeit beide Qualitäten ablesen: Weiche, empfangende Stellen und expansive-agierende Körperorte. Auch die Praxis kann zwischen aktiv und still changieren. Das große Bowspring Thema klingt auch hier an: Balance, nicht nur zwischen Vor- und Rückseite des Körpers, sondern auch im Rahmen einer yogischen Klassenstruktur und Lebensweise.

 

Preise

Pro Modul  40,– EUR
alle 4 Module 140,– EUR

Earlybird bei Buchung und Bezahlung bis 28.02.:

Pro Modul 35,– EUR
alle 4 Module 125,– EUR

 

Anmeldung

Email an: post@yoga-sued.de